Neoangin (aka Jim Avignon) morgen im Glashaus

Posted 9. Juli, 2009 by Bene
Categories: Ankündigungen

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Freitag, 10. Juli 2009
Einlass 21:00 Uhr
Beginn 22:00 Uhr
Eintritt VVK 4,- €
AK 5,- €

Jim Avignon dürfte vielen vom Klangtherapie-Festival 2008 noch ein Begriff sein. Auch wer ihn nicht kennt, hat sicher schon einmal eines seiner Bilder gesehen. Davon malt er nämlich 4,37 Stück am Tag. Die Motive finden sich nicht nur in Kunstaustellungen wieder, sondern auch auf Flugzeugen, Uhren, T-Shirts und so ziemlich jeder anderen bedruckbaren Sache. Schöne, popige Kunst für wenig Geld, ganz zum Leidwesen der Sammler.
Als ob diese Produktionswut noch nicht genug wäre ist Jim Avignon auch als Musiker aktiv. Hier nennt er sich nach den süßen Halsschmerztabletten “Neoangin”. Die Intro nennt den Wahl-New-Yorker den “derzeit besten Alleinunterhalter der mit Sicherheit nie ein Engagement bei Kreuzfahrten bekommt.” Zum Glück! Denn so müsst ihr nicht mit irgendwelchen langweiligen Traumschiffen durch die Karibik schippern, sondern könnt seine großartige Show hier vor Ort anschauen und den Pop-Perlen, in welchen er Low-Fi-Elektronik, holprige Off-Beats, kratzende Gitarren und hübsche Melodien zu unwiderstehlichen Ohrwürmern mixt, lauschen.
jimsflyer

Der Angriff auf die Sehgewohnheiten: Die Westberliner Super-8-Szene der frühen 80er Jahre

Posted 6. Juli, 2009 by Bene
Categories: Lange Texte

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Ich durfte letztes Semester einen Essay für die Uni schreiben, der jetzt nicht auf meiner Festplatte vergammeln soll. Das Thema hatten wir ja schon in der Punkreihe “What you see is what you are” und jetzt noch mal zu lesen. Hier bitteschön:


Das Schmalfilmformat „Super 8“ wurde Mitte der 1960er auf den Markt gebracht. Es war zunächst für private AmateurfilmerInnen gedacht. Anfang der 80er wurde es jedoch zum Medium einer wilden Experimentalfilmszene im Umfeld von Punk und New Wave. Im Folgenden möchte ich zunächst die Voraussetzungen und Geschichte dieser losen Bewegung skizzieren, da sie ohne deren Hintergrund nicht zu verstehen ist und es auch verkürzt wäre sie als rein ästhetisches Phänomen zu betrachten, und anschließend genauer untersuchen, wie sie mit den Sehgewohnheiten der Zeit bricht.

AmateurInnen stellen den Gegensatz zu Profis dar. Die Profis machen, kurz gesagt, alles richtig, sie sind für ihre Tätigkeiten qualifiziert. Das ist auch kein Wunder, die Profis sind schließlich selbst Wortführer in dem Meinungsbildungsprozess, der darüber entscheidet, was als richtig gilt und was Qualität bedeutet. AmateurInnen hingegen versuchen in der Regel die Profis zu imitieren, was ihnen auf Grund verschiedener Faktoren, wie beschränkten Produktionsmitteln, fehlender Übung und Unwissenheit über die von den Profis gesetzten Standards, jedoch nicht gelingen kann. Diese Imitation kommt in der (Medien-)Geschichte immer wieder auf ähnliche Art vor. Heutzutage wird sie auch zunehmend in den publizistischen Verwertungsprozess integriert, z.B. als Freitag-BloggerInnen oder Bild-LeserreporterInnen.

Super 8 war eine Erweiterung zum Hobby-Fotoapparat, mit der die AmateurInnen ihre Urlaube oder Familienfeiern nun auch in der Dimension der Zeit dokumentieren konnten. Als Motive durften Sehenswürdigkeiten im weiteren Sinne, also Dinge, die des Sehens und Gezeigt-Werdens für würdig befunden worden waren, herhalten. So mussten Hochzeitstorten, Denkmäler, ReiseleiterInnen und alles, wofür man sonst bezahlt hatte, akribisch aufgezeichnet werden, um für die Daheimgebliebenen und für sich selbst später den Beweis über das Erlebte führen zu können. Die bei den inszenierten Filmabenden anwesenden Geschworenen konnten sich der anscheinenden Wahrheit und dem Spektakel des Films zunächst nicht entziehen, und so blieb ihnen nur eine Mischung aus Anerkennung für und Neid auf die UrlauberInnen übrig.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Super-8-Kameras und -Projektoren sank dieser Neidfaktor jedoch immer mehr, da nun beinahe jedeR solche Bilder produzieren konnte. Gegen Ende der 70er war er fast komplett verschwunden. Der Ruf der Super-8-AmateurInnenfilme hatte sich, wie die des Dias zuvor, vom Spektakel des Neuen zu dem kleinerer Folterinstrumente, die keine sichtbaren Narben hinterließen, gewandelt. Also wurde das Equipement auf die Dachböden verbannt um dort mit anderen Erinnerungen einzustauben.

Zur gleichen Zeit war man in Westberlin von ökonomischen Zwängen, durch billigen Wohnraum und Sozialleistungen, weitgehend, oder zumindest besser als in anderen deutschen Städten, befreit. Weiter war die Untergangsstimmung des Kalten Krieges, der jederzeit in einen die ganze Menschheit vernichtenden Atomkrieg umzuschlagen drohte, hier wegen der geographischen Lage besonders präsent – das „No Future“ des Punk war in Westberlin nicht nur eine leere Parole, sonder gefühlte Realität. Man konnte sich in dieser Stadt noch nicht einmal richtig verlaufen – früher oder später stieß man immer an eine Mauer. Eine Fahrt ins Ungewisse ohne Navigationsgerät war also weit weniger gefährlich, als die politischen Konflikte.

Die Übernahme des Punk-Clubs „S.O. 36“ durch den Künstler Martin Kippenberger 1978 markiert den verfrühten Beginn der 80er-Jahre in Berlin. Hier versuchte Kippenberger Punk- und Kunstdiskurse zu verschmelzen, indem er im Programm des Clubs beide Welten zusammenbrachte. So wurden im S.O. 36 auch schon früh Filme aus dem New Yorker „No Wave“-Underground gezeigt, die bereits viele Elemente der Westberliner Super-8-Szene vorwegnahmen und vielleicht auch einen Teil der Inspiration zu ihrer Entstehung lieferten. No Wave wird zwar hauptsächlich als musikalisches Phänomen wahrgenommen, ist aber mit dem Film verwurzelt. Hier wurden Bands eigens gegründet, um die Musik für Filme zu liefern, die später zum „Cinema of Transgression“ werden sollten. Bei ihrer Würdigung auf Platte waren viele dieser Bands schon nicht mehr existent. Teilweise waren die ProtagonistInnen des No Wave KunststudentInnen, die nach New York gekommen waren, um sich dort nach der Enttäuschung ihrer Erwartungen an die Stadt, destruktiv-kreativ gegen den tristen Alltag zur Wehr setzten. Sie wurden auch mit die Ersten, die Musikvideos produzierten, zu einer Zeit als hinter dem Musikvideo noch keine Institution wie MTV stand. In Westberlin gab es ein ähnliches Umfeld von Kreativen.

Das alles waren die Voraussetzungen, die schließlich dazu führten, dass sich auf dieser Subventionsinsel, die mit den Urlaubsinseln der filmenden PauschaltouristInnen wenig gemein hatte, ein neuer Typus von Super-8-FilmproduzentInnen entstand: Die „genialen Dilletanten“ [sic]. Neben dem Film arbeiteten sie auf verschiedenen Ebenen, wie Musik, Performance, Malerei und Plastik. Der Name stammte von einem Anstecker des „Einstürzende Neubauten“-Sängers Blixa Bargeld, auf dem stand: „Ich bin ein genialer Dilletant“. Später wurde er dann als Label für die noch kategorielosen ProtagonistInnen in deren Umfeld benutzt. Die DilletantInnen bedienten sich der billigen Werkzeuge der AmateurInnen, traten aber mit der Dreistigkeit der Profis auf, zu behaupten, dass das was sie taten jetzt richtig und wahr ist.

Dieser Griff zu günstigen und verfügbaren Produktionsmittel rührte vom gegenkulturellen „Do It Yourself“-Gedanken des Punk her: Kulturelle Ausdrucksmittel wie Körper, Kleidung, Musik oder Literatur sollten selbst hergestellt werden können, um sich so eine gewisses Maß an Unabhängigkeit zu sichern. So erscheint es auch nur logisch, dass Super 8 das Medium für die Filmproduktion darstellte. Genauso wie der Kassettenrecorder vom Spielzeug zum Heimtonstudio wurde und die Xerox-Kopierer von Hilfsmitteln der Bürokratie zu Druckereien für Fanzines wurden, fand auch hier mit der Aneignung der Technik eine Umdeutung statt: die Super-8-Kamera wurde ein Produktionsmittel für Gegenwartskunst statt Medium zum Aufzeichnen und Archivieren von Urlaubserinnerungen. Auch solche Umdeutungen wiederholen sich in der Geschichte immer wieder: Der Plattenspieler wurde vom Abspielgerät durch „Scratching“ zum Tonproduzenten, heute führt die Hackerszene die Umdeutung und -nutzung von Fertigprodukten der Soft- und Hardware weiter.

Ebenfalls vom frühen Punk geerbt, war die Begeisterung für das Unfertige, Unperfekte und Kaputte, die dem Experiment die Tür öffnete und den Zufall als Gestaltungselement herein ließ. Die Spielregeln und Normen der Profis waren für die DilletantInnen, wenn überhaupt, nur in sofern von Bedeutung, dass man sie gezielter brechen konnte, wenn man sie kannte. So brachen dann auch die Filme, als vor allem visuelles Medium, auf unterschiedlichste Art mit den Sehgewohnheiten, was ich anhand von mehreren Beispielen weiter erläutern möchte.

Einen ersten Bruch bedingte schon das Material selbst. Super 8 ist, wie im Namen schon enthalten, ein 8 mm breites Filmband, das allein schon wegen seiner geringen Größe nicht so viele Bildinformationen speichern kann, wie Kinofilmformate von 16 oder 35 mm Breite. Die Bildauflösung wird also geringer. Außerdem setzt der Film schnell Patina an. Er bekommt Kratzer, er reist und die Farben verändern sich. Zusätzlich waren Objektive und Aufnahmetechnik nur Light-Versionen des Profi-Equipements.

Weiter brachte die Super-8-Kamera neue Möglichkeiten und Einschränkungen mit sich. Die Kameras waren sehr handlich, so dass sie überall hin mitgenommen werden konnten und auch gerne ohne Stativ gefilmt wurde. Die Filmproduktion konnte also ungeplanter und näher am Alltag geschehen. Das war bereits bei den Urlaubsfilmen so. Die DilletantInnen nutzten nun diese Unmittelbarkeit für sich, allerdings ohne aus dieser Unmittelbarkeit eine besondere Authentizität abzuleiten und zu behaupten, wie das später z.B. die Dogma-FilmerInnen machten. Die Wackeloptik blieb auch immer eine Option und wurde nicht zum Zwang.

Die Bauweise der Kameras machte auch den englischen Ausdruck „to shoot a movie“, der sich vom Fotoschießen leider nicht ins Deutsche retten konnte, so bildlich wie nie zuvor, da Größe, Gewicht und auch Form der Geräte einer Handfeuerwaffe ähneln. Dieses Bild könnte auch Knut Hoffmeister, der zeitweise Kippenberger-Assistent und später Mitbegründer der „Notorischen Reflexe“ war, zu seinem Film „Berlin – Alamo“ (1979) inspiriert haben. Zu Ausschnitten aus der Tonspur der John-Wayne-Westerns „Alamo“ (1960) zeigt er Bilder aus dem Berliner Nachtleben, Polizei und Militär, Videospielautomaten. Im gleichen Tempo, wie die Schüsse zu hören sind, finden die Schnitte statt, teilweise mehrere pro Sekunde. So gibt der Film ein extrem schnelles Tempo vor, das von Zeitrafferaufnahmen noch unterstützt wird. Zu dieser Zeit, in der noch nicht jeder Filmtrailer in einem ähnlichen Tempo gehalten war, muss das für die ZuschauerInnen schockierend gewesen sein, und auch heute sind dieser und andere Filme eher anstrengend zu sehen. Dieses hohe Schnitttempo findet sich auch in verschiedenen anderen Super-8-Filmen wieder. Eine normale Super-8-Filmrolle hatte schließlich nur 3 Minuten Spielzeit, und die wollten möglichst dicht gefüllt werden.

Auch ein nachträglich zum Film montierter Ton ist häufiger in den Filmen zu sehen. Das könnte darin begründet liegen, dass viele Super-8-Kameras von sich aus keinen Ton aufzeichnen konnten und es somit nahe lag ihn extra zu gestalten und aufzunehmen. Auch aus diesem Ansatz entstanden unterschiedlichste Experimente. Der Ton als Metronom zum Schnitt, wie in „Berlin – Alamo“, oder der Film als musikvideoartige Visualisierung, wie in Christoph Doerings Taxifilm „3302“ (1979), bei dem zu Bildern, die aus einem Taxi heraus auf die Strecke oder auf die Gäste (unter anderem auf einen ca. 14-jährigen Ben Becker, der in die Kamera spuckt) gefilmt wurden, die NDW-Band „Mekanïk Destrüktïw Komandöh“ „Berlin! Beton! Sterbende Stadt!“ krächzt. Im Film „Hammer und Sichel“ von Walter Gramming wird Brechts Solidaritätslied durch Manipulation des Tonbandgeräts verlangsamt, verschnellert, vor- und zurückgespult, bis es nur noch ein Geräusch ohne Inhalt ist und so eigentlich mehr ein musikalisches als filmisches Experiment, das auch gut für sich hätte stehen können, darstellt. Die Ästhetik der merkbar aufgespielten Tonspur verwendet auch heute noch beispielsweise der Filmemacher Wenzel Storch, der seine ersten Schritte auch zu dieser Zeit tat, und bei dem Dialoge generell etwas schief nachsynchronisiert werden, was eine gewisse Distanz zu den Filmen schafft und ihnen eine ganz eigene Komik verleiht.

Außerdem wurde direkt mit dem Filmmaterial experimentiert, zum Beispiel durch Zeichnen auf und Ritzen in den Filmstreifen. In seiner extremsten Form praktizierte solche Experimente wohl die Gruppe „Schmelzdahin“, die gefundene oder selbst gedrehte Filmstücke mit Chemikalien bearbeitete, im Gartenteich versenkte oder mehrere Monate in der Erde vergrub, um dann sorgfältig die erodierten Teile wieder zusammen zu setzten. Die so entstandenen Filme bekamen suggestive Titel wie etwa „Die Stadt in Flammen“ (1984). Im Prinzip war die Arbeit von Schmelzdahin abstrakter Surrealismus, wie er in der Malerei Jahrzehnte zuvor mit der Frottage und ähnlichen Techniken, zum Beispiel von Max Ernst praktiziert wurde, und den die Surrealisten nie so recht auf den Film übertragen konnten. Der Vergleich mit den Surrealisten, die mit Luis Buñuel einen ersten großen Angriff auf die Sehgewohnheiten im Film gefahren hatten, liegt ohnehin bei vielen der Super-8-Filme nahe.

Doch die Experimente der Super-8-Szene beschränkten sich nicht nur auf Technik und Material. Auch neue Motive wurden entdeckt. Die eingangs erwähnten AmateurInnenfilme ähneln sich immer wieder sehr, was daran liegt, dass sie immer wieder ähnliche Motive enthalten. Beim Parisurlaub ist es beispielsweise Pflicht die Familie mit dem Eifelturm im Hintergrund aufzunehmen. In einem ungeschriebenen Gesetz scheinen die sehenswürdigen Motive aufgelistet zu sein. So kommt es, dass auch bestimmte Motive nicht gefilmt und von der Abbildung ausgeschlossen werden – Bilderzwang und Bildverbot gehen Hand in Hand. Und natürlich bot diese ungeschriebene Regel eine weite Angriffsfläche für die ExperimentalfilmerInnen. „Alles ist erlaubt. Jeder kann finden was er will. Wir finden einfach alles.“1 kommentiert Yana Yo ihren Film „Pommes statt Körner“ (1981) und gibt so exemplarisch die Mentalität der Super-8-FilmerInnen wieder. Das Motiv muss weder einen bestimmten Wert besitzen, um gefilmt werden zu dürfen, noch muss seine Aufnahme besonders geplant und vorbereitet worden sein, was letztendlich das Gleiche ist, da die Planung dem Motiv einen Wert verleiht. Es ist im Prinzip ein Objet trouvé, das entweder einfach für sich steht, oder dem Bedeutungen entlockt werden können. Yana Yos Film zeigt beispielsweise zunächst Dachkanten und Häuserecken, dann laufende Passanten, vom Knie abwärts, Leute, die aus ihren Fenstern auf die Straße schauen, eine Frau, die die Berliner Mauer entlang rennt. Dieses offensichtliche Fehlen von eindeutigen Zusammenhängen provoziert auch Interpretationszwänge und läd zum Spekulieren darüber, ob nicht doch eine Aussage auf die ZuschauerInnen lauert, ein.

Als letztes Beispiele möchte ich „Morgengesänge“ (1984) von Georg Marioth aufführen, bei dem der genau inszenierte Morgen des Regisseurs gezeigt wird. Diese Inszenierung wird auch ab der ersten Minute aufgezeigt und die filmische Illusion dekonstruiert indem er sich bewusst dilettantisch gibt: Teile, die normalerweise entfernt werden hätten müssen, wie der Protagonist, der nach der sorgfältigen Positionierung des Stativs hinter der Kamera hervortritt um sich schnell ins Bett zu legen und sich schlafend zu stellen bis der Wecker klingelt, wurden im Film gelassen. Das erinnert an die Urlaubsfilme und die darin oft zu hörende Regieanweisung „Mach mal mal was!“, das deren künstlichen bis erzwungenen Charakter wohl besser als alles andere entlarvt. Und so schließt sich der Kreis mit einer Parodie auf diese AmateurInnenfilme, die die ZuschauerInnen zu allem Überfluss auch noch im Unklaren lässt, ob die Unterbrechungen in der perfekten Inszenierung, wie der Anruf der Mutter und die gleichzeitig überkochende Milch, nun genauso inszeniert sind wie der Rest des Morgens, oder dilettantische Fehler sind, die im Film behalten wurden. Doch gerade diese Unterbrechungen machen den Reiz aus und auch die Familienfilme werden erst durch ihre scheinbar zufälligen Fehler wieder ertragbar.

Abschließend lässt sich sagen, dass auch heute, nachdem viele Stilelemente der Super-8-Szene auch in Mainstreamfilmen zu finden sind – der Zombie-Blockbuster „28 Days Later“ (2002) enthält zum Beispiel mit Super-8-Handkamera gefilmte Szenen – sie doch noch immer rau und ungewöhnlich bis schockierend wirken. Wegen ihrer Vielfältigkeit sind sie auch nur schwer unter einen Hut zu bringen und sie entziehen sich der Kategorisierung und Kanonsbildung. Sie vereint aber dennoch ihr Entstehungshintergrund, ihre Ästhetik, ihre Ironie und ihre radikale Subjektivität.

Bibliographie:

Schmitz, Martin (Hrsg.). Die Tödliche Doris – Kino. Kassel: Martin Schmitz Verlag, 2004.

Schneider, Frank Apunkt. Als die Welt noch unter ging – von Punk zu NDW. Mainz: Ventil Verlag, 2007.

Schulte Strathaus, Stefanie; Wüst, Wolfgang (Hrsg.). Wer sagt denn, dass Beton nicht brennt, hast Du ’s probiert?. Berlin: b_books, 2008.

Wegenast, Ulrich. Der Experimentalfilm im deutschsprachigen Raum. Stuttgart: Magisterarbeit, 1996.

DVDs:

Alle Macht der Super 8 – Berliner Undergroundfilmer stellen sich vor. Berlin: Schmidt productions, 2005

Berlin Super 80. Berlin: Monitorpop Entertainment, 2005

Internetquellen:

Baumgärtel, Tilman. Die Künstler als Katalysatoren. <http://www.heise.de/tp/r4/artikel/6/6156/2.html> 1997. (28.03.2009)


1Booklet der DVD „Alle Macht der Super 8“, S. 9

Sputnik Booster morgen im Glashaus

Posted 5. Juni, 2009 by Bene
Categories: Uncategorized

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Samstag, 06. Juni 2009
Einlass 21:00 Uhr
Beginn 22:00 Uhr
Eintritt VVK 3,- €; AK 4,- €

World domination, destroy earth, kill all humans – Roboter-Invasion im Glashaus:
Sputnik Booster verspricht feinsten Electro-Trash, basierend auf den zeitlos-knarzenden Low-fi-Soundchips legendärer Videospielkonsolen, wie dem C64, dem Atari ST und Nintendos Gameboy. Um nicht der Eintönigkeit des Hinter-vielen-Geräten-stehens des Künstlers wie bei vielen anderen Electro-Acts zu verfallen, wird die Show noch tatkräftig unterstützt: Die Future Posers, eine Horde von Papprobotern, die aus allem gemacht ist, was der Haushalt her gibt, werden sich ins Publikum mischen und ihm tanzend beibringen, wie man bunte Pixel-Raketen zum durchstarten bringt.
Als Bonuslevel gibt es danach noch Aftershow bis zum Game Over.

http://www.myspace.com/sputnikbooster
http://www.sputnik-booster.de

30.05.:„What you see is what you are“ mit „Full Dedication Alvaro”

Posted 27. Mai, 2009 by Bene
Categories: Ankündigungen, Piratenkino

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Diesen Samstag, um 22:35, im Lichtspielkino Bamberg:

Regie: Jochen Hägle und Hans Kotter Christian Zschammer

Der Chilene Alvaro ist heute 62 und lebt noch immer in Konstanz. Irgendwann in den 70er kam er nach London, wo er auf der Straße und in besetzten Häusern lebte. Als Allende-Anhänger konnte er nach dem Putsch nicht mehr zurückkehren, also gründete er mit seinem Mitbewohner – einem gewissen Joe Strummer – die The 101ers, die später zu The Clash wurden. Alvaro verließ die Band aber bald, begann Klavier zu spielen und als The Chilean With The Singing Nose aufzutreten. Ende der 70er Jahre landete er schließlich am Bodensee, wo er seine Platten, Singles, Tapes und CDs kurzerhand selbst unter Titeln wie „Drinking my own sperm“ veröffnetlicht.
Sie sind einem spröden bis kruden Minimalismus verpflichtet, der sich bis an die äußersten Grenzen des Weglassens (als Königsdisziplin von Minimalismus und Verweigerung) heranwagt. Mehr „Weniger“ war selten. „Full Dedication Alvaro“ ist das Porträt eines der letzten noch aktiven Missing Links zwischen Hippieunderground, linker Gegenkultur und der Do It Yourself-Idee des Punk.
Wir zeigen „Full Dedication Alvaro“ in der Reihe „What you see is what you are“ (eine Kooperation von Piratenkino, monochrom und format b:), die anhand von Filmen aus und zur Punkgeschichte die Geschichte von Punk/Post Punk/New Wave erzählt.

„Full Dedication Alvaro“ wird auch noch Donnerstag und Freitag gezeigt, am Samstag werden die Regisseure anwesend sein.

Zombiedämmerung – Ein Heimathörspiel, frei nach George A. Romeros “Dawn of the Dead”

Posted 26. Mai, 2009 by Bene
Categories: Ankündigungen

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Die Pandemie ist wieder ein aktuelles Thema geworden. Wobei – eigentlich war sie ja nie richtig weg, und wenn doch, wäre es immerhin wahrscheinlich, dass sie in einer Metropole wieder ausbricht. Doch mit der Provinz, die sich einmal im Jahr wie eine Metropole fühlen will, konnte keiner rechnen!
Und so kam, was noch kommen müssen wird: die Zombie-Epidemie bricht bei den Bayreuther Festspielen aus, angeführt von Richard Wagner bahnen sich die Untoten ihren Weg.
Hätte man die Katastrophe nicht voraussehen können? Oder gar verhindern? Und wenn ja: warum hätte man das tun sollen?
Feinste Zombie-Trash-Hörspiel-Unterhaltung, am Mittwoch den 27.05. auf Schalltwerk – mit doppel-L, wie Apokallypse! In mind-breaking mono sound!

Trailer-Zensur wegen Killer-Paintball

Posted 12. Mai, 2009 by Bene
Categories: Kurze Texte

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Beim Internationalen Trickfilmfestival Stuttgart, das ich letzte Woche besucht habe, durfte der eigentliche Haupttrailer, bei dem die putzigen kleinen Männchen, die noch auf dem Kopfbanner der Website (http://www.itfs.de/) zu sehen sind, auf dem Schlossplatz Paintball spielen, und sich aus den Farbklecksen schließlich das Logo ergibt, nicht gezeigt werden.

Eine politische Entscheidung sei das gewesen, wurde bei der Show mit Trailern der letzten 15 Jahre (das einzige mal, neben einer eigens einberufenen Podiumsdiskussion zum Thema, bei der keiner ein Problem mit dem Trailer gehabt haben soll, dass dieser Trailer auf dem Festival dann doch gezeigt werden durfte) gesagt, wer das aber entschieden hat oder wer das überhaupt erst gefordert hat wollten sie aber nicht rausrücken …
Das nicht Rausrückenwollen haben sie damit “verteidigt”, dass keine Polemik gewünscht wäre und sie ja eigentlich verstehen könnten, wie die Künstler denken, aber man müsse ja auch an die Veranstalter denken und überhaupt punkt punkt punkt

Schön, gell? Wie soll man verdammt noch mal gegen so eine bescheuerte Entscheidung protestieren, wenn man noch nicht einmal wissen darf von wo genau sie kommt? Und was für ein komisches Demokratieverständnis haben Politiker, die so etwas an der breiten Öffentlichkeit vorbei regeln?

Heute im Glashaus: Frank Apunkt Schneider: „Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW“ – Vortrag mit Musikbeispielen

Posted 28. April, 2009 by Bene
Categories: Ankündigungen

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Beginn 21:00 Uhr
Eintritt 3,- €

Gegeben wird ein herzhaftes NDW-Teaching mit zahlreichen Hörbeispielen aus einer Zeit, als die Welt noch so in Ordnung war, demnächst vermutlich untergehen zu wollen…

Frank Apunkt Schneider ist Künstler, Autor und selbsternannter Poptheoretiker und schreibt u.a. für testcard, Skug, Intro und Bad Alchemy und ist außerdem der deutsche Außenposten der Kulturbewegung monochrom (www.monochrom.at).

Er hat im Herbst 2007 „Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW“ im Ventil Verlag veröffentlicht. „Als die Welt noch unterging“ ist die bislang umfangreichste Monographie des deutschen Punk und New Wave, der so genannten „Neuen Deutschen Welle“, zwischen 1976 und 1985. Erzählt wird die in großen Teilen noch immer ungeschriebene Geschichte dieser Bewegung. Dabei wird auch immer die Frage nach dem pop- und gegenkulturgeschichtlichen Zusammenhang gestellt.

Klappentext zu „Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW“:
Als die Welt noch unterging … war vieles möglich. Die Endzeitstimmung um 1980 gab Punk und New Wave erst den nötigen Schub. Sie sorgte für einen unglaublichen Ausbruch von Aktivität und Kreativität. Vorm Hintergrund des atomaren Wettrüstens glaubte niemand mehr an eine große Zukunft – deshalb war plötzlich alles erlaubt, ohne Rücksicht auf Verluste. Davon erzählt „Als die Welt noch unterging“. Frank Apunkt Schneider entfaltet die Geschichte der Neuen Deutschen Welle und des deutschen Punk-Underground bis hinein in Regional-, Kassetten- und Fanzine-Szenen. Als profunder Kenner gibt er einen detailreichen Einblick in die (Gegen-)Kulturgeschichte der BRD zwischen 1976 und 1985.

Erscheint bitte zahlreich, wenn möglich: manisch!!!

Jud Süß – Propaganda im Film (Vortrag – Film – Diskussion) – morgen im Glashaus

Posted 22. April, 2009 by Bene
Categories: Ankündigungen

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Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Eintritt 2,- €; Ort: Glashaus am Campus der Uni Bayreuth

Propaganda ist eine zielgerichtete Manipulation der politischen Willensbildung des Volkes zur Sicherung meist totalitärer Machtpositionen. In Deutschland wurde insbesondere während der NS-Diktatur eine regelrechte Maschienerie in Gang gebracht, um durch Druckerzeugnisse, Tonaufnahmen und in einer nie zuvor dagewesenen Form durch Filmaufnahmen einen massiven Einfluss auf das Denken der Menschen auszuwirken.

In diesem Zusammenhang wurden vom Reichspropagandaminister Joseph Goebbels an besonders vielversprechende Filmemacher wie Leni Riefenstahl und Veit Harlan, um nur zwei zu nennen und damit die Spitze des Eisberges zu skizzieren, gezielt Aufträge für spezifisch thematisierte Filme vergeben.Eines der wohl herausstechendsten Produkte dieses Schaffens ist Jud Süß – ein antisemitisches “Epos” bei dem Goebbels sogar selbst Beiträge zu Schnitt und Handlung leistete.

Für den Vortrag zum Thema “Propaganda im Film” haben wir Herrn Prof. Jürgen E. Müller (Professor für Medienwissenschaft an der Uni Bayreuth) eingeladen. Für die Filmvorführung konnten wir von der “Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung” die Rechte an dem Film “Jud Süß” erwerben.

Es ist davon auszugehen, dass Vortrag und Film genügend Gesprächstoff für eine im Anschluss stattfindende Diskussion liefern werden.

Wer sich weiter für das Thema interessiert: morgen startet die Dokumentation “Harlan – Im Schatten von Jud Süß” von Felix Möller. Die taz und der Freitag berichten.

29.04., 23 Uhr: So war das S.O. 36 im Lichtspiel

Posted 7. April, 2009 by Bene
Categories: Ankündigungen, Piratenkino

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What you see is what you are – Eine Veranstaltungsreihe von Piratenkino, monochrom, format b: und Lichtspiel, zur Geschichte von Punk/Post Punk/New Wave.

Am 29. April um 23 Uhr:

SO WAR DAS S.O. 36 – Ein Abend der Nostalgie
Eine Hommage von Manfred Jelinski und Jörg Buttgereit („Nekromantik“) an den berühmtesten Punk-Schuppen seiner Zeit.

Ende der 70er eröffnete der Maler Martin Kippenberger in einem ehemaligen Kreuzberger Supermarkt das S.O. 36 als Anlaufstelle für alle, die an der neuen Kunst und Musik interessiert waren. Punk- und Avantgarde-Bands spielten einträchtig nebeneinander, aber die zu hohen Bierpreise erregten die Punks und die Sache eskalierte. Nachdem er von der legendären Ratten-Jenny vermöbelt worden war, gab Kippenberger auf und schloss den Laden. Der eröffnete wenig später wieder und wurde zur bevorzugten Spielstätte der „Genialen Dilletanten“. Bands wie Soilent Grün traten auf, kurz bevor sie Die Ärzte wurden, und Ratten-Jenny krachte durch den Boden. Diese und andere Geschichten hält Manfred Jelinskis Dokumentation fest, angereichert mit Konzertausschnitten von Einstürzende Neubauten, Carambolage, Malaria!, Der Wahre Heino, Die Tödliche Doris (in Fremdverkörperung) und natürlich Soilent Grün. Ein sympathisches Chaos der Stimmen und Meinungen, dass die zwischen Kaputtness und Glamour torkelnde Atmosphäre West-Berlins um 1980 einfängt.


Übrigens Am Sa., 2. Mai, wird Jörg Buttgereit seinen neuesten Film persönlich im Lichtspiel vorstellen: Captain Berlin Versus Hitler (mehr Infos hier)

Alle Macht der Super 8! – Freitag, 13.3., 21:15 Uhr im ImmerHin

Posted 7. März, 2009 by Bene
Categories: Ankündigungen, Piratenkino

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Nächste Woche gibt es wieder eine Veranstaltung aus unserer Reihe “What you see is what you are”

Freitag 13.3
Immerhin Filmsaal
21:15

“Alle Macht der Super 8! – Die deutsche Post-Punk-Super-8-Film-Szene Anfang der 80er”

In den 80ern entstand in Berlin eine wilde Experimentalfilmszene, die mit dem Schlachtruf „Alle Macht der Super 8!“ losstürmte, um die Welt, oder das was sie dafür hielt (bzw., was sie den Leuten glauben machen wollte, was sie wäre), auf Film zu bannen.

Die 80er begannen in Berlin schon 1978 (und endeten dafür bereits Mitte der Restwelt-80er), als der Künstler Martin Kippenberger den Punk-Club S.O. 36 übernahm. Das S.O. 36 war ein wichtiger Austragungsort für Begegnungen und Aggressionen und sein Einfluss auf die Punk- und Experimentalfilmszenen unermesslich. Auf Vermittlung von Kippenberger wurden dort z.B. bereits 1979 Filme aus dem New Yorker No-Wave-Underground gezeigt, der später zum “Cinema of Transgression” wurde.

Gemäß der Do-It-Yourself-Ethik von Punk und Post-Punk basierten die frühen Punkfilme auf einem billigen, schnellen und allgemein verfügbaren Produktionsmittel: der Super-8-Kamera, wenig später ergänzt durch Videokameras.

Das Super-8-Format war ursprünglich auf den AmateurInnen-Bedarf zugeschnitten – und wurde entsprechend beworben. Urlaubsfilme sollten damit gedreht, Familienfeiern festgehalten werden – ein typisches Produkt des boomenden Freizeitmarktes. Der von diesem Markt hervorgebrachte Typus der DilettantIn beeinflusste Punk und Post-Punk als Negativ wie als Faszinosum.

Super-8 war ein typisches Medium kleinbürgerlicher Selbstvergewisserung: Die daheim gebliebene Verwandt- oder Nachbarschaft sollte die PauschaltouristInnen beneiden, deswegen mussten Urlaubsorte, Sehenswürdigkeiten, Strandgefühle und Tellergerichte akribisch dokumentiert werden. Gegen Ende der 70er war der Neidfaktor jedoch nicht zuletzt wegen der enormen Verbreitung von Kameras und Projektoren erheblich abgerieben.

Die Super-8-Projektoren hatten (gemeinsam mit den Diaprojektoren) bald schon das Image kleinerer Folterinstrumente. So verschwand das Super-8-Equipement – wie so vieles vor ihm – in Kellern und Dachböden. Insofern irgendwie logisch, dass die junge Avantgardebewegung, die im noch nicht genauer definierten Feld zwischen Punk, New Wave und Kunst aufpoppte, die Einkaufssünden der eigenen Eltern dort wieder rauskramte und zu einem Mittel für Kunstproduktion machte: Super-8 war ein typisches „Do It Yorself!“-Medium des Punk und stand in einer Reihe mit Fanzine, Kassette, Sprühdose, Badge oder Xerox-Kopie.

Wir werden versuchen mit Super-8-Filmen von eher namhaften und eher unbekannten FilmerInnen einen Einblick in diese Szene zu geben.

Wir zeigen “Alle Macht der Super 8!” in der Reihe “What you see is what you are” (eine Kooperation von Piratenkino, monochrom und format b:), die anhand von Filmen aus und zur Punkgeschichte die Geschichte von Punk/Post Punk/New Wave erzählt.

Weitere geplante Veranstaltungen
-Ende April/Anfang Mai. Lichtspiel Kino
Wir wollen die Doku „So war das SO 36“ von Manfred Jelinski zeigen,
eventuell wird der Regisseur Jörg Buttgereit („Schramm“, „Nekromantik“,
„Captain Berlin versus Hitler“) als Zeitzeuge zugegen sein und ein
bisschen über das SO 36, Berlin in den frühen 80ern usw. erzählen