30.05.:„What you see is what you are“ mit „Full Dedication Alvaro”
Diesen Samstag, um 22:35, im Lichtspielkino Bamberg:
Regie: Jochen Hägle und Hans Kotter Christian Zschammer
Der Chilene Alvaro ist heute 62 und lebt noch immer in Konstanz. Irgendwann in den 70er kam er nach London, wo er auf der Straße und in besetzten Häusern lebte. Als Allende-Anhänger konnte er nach dem Putsch nicht mehr zurückkehren, also gründete er mit seinem Mitbewohner – einem gewissen Joe Strummer – die The 101ers, die später zu The Clash wurden. Alvaro verließ die Band aber bald, begann Klavier zu spielen und als The Chilean With The Singing Nose aufzutreten. Ende der 70er Jahre landete er schließlich am Bodensee, wo er seine Platten, Singles, Tapes und CDs kurzerhand selbst unter Titeln wie „Drinking my own sperm“ veröffnetlicht.
Sie sind einem spröden bis kruden Minimalismus verpflichtet, der sich bis an die äußersten Grenzen des Weglassens (als Königsdisziplin von Minimalismus und Verweigerung) heranwagt. Mehr „Weniger“ war selten. „Full Dedication Alvaro“ ist das Porträt eines der letzten noch aktiven Missing Links zwischen Hippieunderground, linker Gegenkultur und der Do It Yourself-Idee des Punk.
Wir zeigen „Full Dedication Alvaro“ in der Reihe „What you see is what you are“ (eine Kooperation von Piratenkino, monochrom und format b:), die anhand von Filmen aus und zur Punkgeschichte die Geschichte von Punk/Post Punk/New Wave erzählt.
„Full Dedication Alvaro“ wird auch noch Donnerstag und Freitag gezeigt, am Samstag werden die Regisseure anwesend sein.
Tags: allende, alvaro, Bamberg, chile, Kino, Piratenkino, Punk
You can comment below, or link to this permanent URL from your own site.
5. Juli, 2009 at 10:39
[...] Der Chilene Alvaro ist heute 62 und lebt noch immer in Konstanz. Irgendwann in den 70er kam er nach London, wo er auf der Straße und in besetzten Häusern lebte. Als Allende-Anhänger konnte er nach dem Putsch nicht mehr zurückkehren, also gründete er mit seinem Mitbewohner – einem gewissen Joe Strummer – die The 101ers, die später zu The Clash wurden. Alvaro verließ die Band aber bald, begann Klavier zu spielen und als The Chilean With The Singing Nose aufzutreten. Ende der 70er Jahre landete er schließlich am Bodensee, wo er seine Platten, Singles, Tapes und CDs kurzerhand selbst unter Titeln wie „Drinking my own sperm“ veröffnetlicht. Sie sind einem spröden bis kruden Minimalismus verpflichtet, der sich bis an die äußersten Grenzen des Weglassens (als Königsdisziplin von Minimalismus und Verweigerung) heranwagt. Mehr „Weniger“ war selten. „Full Dedication Alvaro“ ist das Porträt eines der letzten noch aktiven Missing Links zwischen Hippieunderground, linker Gegenkultur und der Do It Yourself-Idee des Punk. marginalpop.wordpress.com [...]